Projektbeschreibung

GMN-ODIN (Gesellschaft für maritimes Nofallmanagement, Offshore Data and Information App) ist ein zweisemestriges Bachelor-Projekt im Wintersemester 2021/22 und Sommersemester 2022 an der Universität Bremen im Fachbereich 3.

Im Projekt GMN-ODIN geht es vor allem darum eine Anwendung zu entwickeln, die in einer realen Umgebung angewandt werden soll. Die Software soll dabei vor allem das Krisenmanagement in der Notfallleitstelle der GMN unterstützen.

Ziele

Bei Notfällen auf hoher See geht es um Sekunden. Deswegen ist die schnelle Informationsbeschaffung über Windparks, dazugehörige Schiffe und Notfallkontakte ein wichtiger Bestandteil der Seenotrettung. Nicht auf jedem Schiff ist ein Arzt vorhanden. Bei akuten Notfällen ist es daher wichtig, einen genauen Überblick über vorhandene Ressourcen zu haben.

Genau dieses Ziel soll die Software “ODIN” erfüllen. In enger Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für maritimes Nofallmanagement (GMN) in Bremen ist daraus ein Produkt entstanden, dass es den Mitarbeitern in der Notfallleitstelle einerseits ermöglicht relevante Informationen einzutragen und selbstständig zu verwalten und andererseits im Notfall schnell auf relevante Informationen zugreifen zu können. Ein Vorteil unserer Anwendung ist dabei, dass ein Teil dieser Daten automatisch eingelesen werden kann.

Diese automatische Datenverarbeitung soll dabei helfen, die Seenotretter in ihren täglichen Aufgaben zu entlasten. Bei ihrer Arbeit steht die GMN im engen Kontakt mit den jeweiligen Windparkbetreibern, von denen sie beispielsweise Einsatzpläne verfügbarer Schiffe bezieht. Diese Informationen helfen dabei, im Notfall eine reibungslose Rettung zu ermöglichen. Genau darin besteht ein weiterer Anwendungspunkt unserer Software, indem die Betreiber dort relevante Informationen eintragen können. Dies reduziert den Datenfluss, der von den Seenotrettern verarbeitet werden muss.

Seenotrettung

Die GMN-Bremen hat sich auf die Notfall-Betreuung von Offshore-Windparks konzentriert.

Ereignet sich auf einer Offshore-Windanlage ein Notfall, wie z.B. ein Arbeiter bricht sich durch einen Sturz das Bein, so wird dieser Notfall durch die GMN-Bremen entgegen genommen und nach folgendem Schema abgearbeitet:

  1. Notrufannahme ab der Meldeschwelle „Notfall“

  2. Koordinierung der Notfallmaßnahme mittels aller zur Verfügung stehenden geeigneten unternehmerischen Ressourcen

  3. Alarmierung und Unterstützung staatlicher Stellen im Falle eines komplexen Notfalls / einer komplexen Rettungssituation

  4. Alarmierung und fortlaufender Lageabgleich mit den zuständigen Betriebsleitstellen

Für Notfälle bei Fahrten zwischen den Anlagen und dem Festland, übernimmt die Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger.